Schon gewusst ?

Die erste verbürgte Erwähnung eines mit Nasch- und Schmuckwerk verzierten Baumes an Heiligabend, wird auf das Jahr 1605 datiert. Im französischen Elsass war es Anfang des 17. Jahrhunderts Brauch, Bäume mit Papierrosen, Obst, Gebäck, Flitterblättchen und Zuckerstücken zu schmücken.

Märchen und Erzählungen, in denen ein festlich verzierter Nadelbaum eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielt, gibt es viele. So löste eine Frau vor einem mit Wachslichtern, Zuckerwerk und Äpfeln „aufgeputzten Baum“ bei Goethes leidendem Protagonisten Werther geradezu orgastische Gefühle aus.

In E.T.A. Hoffmanns Kindermärchen, verlustieren sich nächtelang, in üppig ausstaffierter Kulisse vor einem in Lichterglanz mit Bonbons und goldenen Äpfeln erstrahlendem Baum, neben illustren Figuren, Nussknacker und Mäusekönig.

In Hans Christian Andersens, 1844 in Kopenhagen veröffentlichtem Märchen befasst sich ein kleiner Tannenbaum mit den existentiellen Fragen des Lebens, um am Ende zu erkennen, dass seine Zeit sehr viel schneller, als erwartet, verstrichen ist.

Sieben Tage und länger hält die positive Wirkung auf Bronchien, Immunsystem und Organe, nach nur einer Stunde Aufenthalt in Waldgebieten mit dichtem Nadelbaumbestand an.

In der Antike, eine der bedeutendsten Epochen der Kulturgeschichte, in der sowohl Naturwissenschaften, als auch Scharen von Göttern den Alltag bestimmten, glaubte man auch an Baumnymphen, die man Hamadryaden nannte, weil sie in Bäumen lebten.

Baumnadeln werden neben ihren heilenden Eigenschaften, nicht nur für Arzneimittel, Kosmetikprodukte, wie Badezusätze oder Parfüm, sondern auch ganz klassisch für die Lebensmittelherstellung verwendet. Von Eiskrem und Konfitüre über Likörspezialitäten, diverse Limonadensorten, bis hin zu Bonbons und Konfekt, erscheint der Köstlichkeitenkosmos geradezu grenzenlos.

Das Vogtland gilt geologisch betrachtet, als eine der seismologisch aktivsten Zonen Mitteleuropas und erstreckt sich als Schieferhochflächenebene in Wäldern, Tälern und Auenlandschaften eingebettet, von Südsachsen über das heute tschechische Böhmen bis ins nordbayerische Franken und Ostthüringen.

Die zahlreichen Luftkurorte, historischen Bäder und Quellen werden seit Mitte des 19. Jahrhunderts nicht nur von Kurgästen geschätzt und das ganze Jahr über besucht.

Neben den geografisch bedingten Vorzügen, seit dem, zu Beginn des 17. Jahrhunderts etablierten, klassischen Musikinstrumentenbaus von Weltruf, den größtenteils noch erhaltenen Gutsherren- und regionaltypischen Umgebindehäusern, zählen, nicht zuletzt, die herzhafte Küche und natürlich die unkompliziert erfrischende Mentalität zu den Besonderheiten dieser idyllisch gelegenen Mittelgebirgsregion.

Erste menschliche Besiedelungsspuren sind im Vogtland seit dem Neolithikum belegt. Die jungsteinzeitlichen Bewohner hinterließen vor mehr als 4000 Jahren Werkzeuge, Hügelgräber, Erdwallringe und bis heute noch genutzte Wegbefestigungen, um Handelsbeziehungen knüpfen zu können.

Mit einem Nadelbaumzapfen kann man das Wetter vorhersagen. Bei Wärme und Trockenheit beginnen sich die geschlossenen, musterartig angeordneten Samenschuppen langsam zu öffnen, da Feuchtigkeit entweicht.

Bei zunehmender Luftfeuchtigkeit aber werden die Wassermoleküle aus der Luft absorbiert und die Schuppen quellen auf. Der Zapfen schließt sich wieder, was natürlich nicht immer gleich Regen bedeutet, jedoch ein guter Indikator für bevorstehende meteorologische Veränderungen in unseren Breitengraden ist.